Mehr Lebensqualität durch neue KI-Assistenzroboter *

Die Sensodrive GmbH hat 2025 einen drehmomentgeregelten Komplettantrieb präsentiert, mit dem sich die Entwicklung leistungsfähiger Assistenzroboter um ein Vielfaches beschleunigen und günstiger umsetzen lässt. Für Patienten könnte das ein wichtiger Schritt in der Robotikentwicklung sein.

Im März 2025 haben die SensoJoint Gelenkantriebe von Sensodrive ihre Sicherheitszertifizierung vom TÜV erhalten. Die einbaufertigen Komplettantriebe sind damit die weltweit ersten und einzigen drehmomentgeregelten Roboterantriebe mit Sicherheitszertifizierung und dürfen universell in fast jeder Robotiklösung eingesetzt werden. Mit SensoJoints ist laut Sensodrive jetzt jedes Unternehmen in der Lage, innerhalb weniger Monate marktreife Cobots und Medizinroboter zu entwickeln, die alle Anforderungen mit dem höchsten Sicherheitsintegritätslevels SIL3/PLe erfüllen.

Wettbewerbsvorteile für die Hersteller von Cobots und Medizinrobotern.
Bislang mussten die Hersteller ihre Antriebe selbst entwickeln und zertifizieren lassen – mit hohen Kosten und großem Zeitaufwand. Wer stattdessen die einbaufertigen SensoJoint-Antriebe in seine Assistenzroboter integriert, spart sich laut Sensodrive Geschäftsführer Norbert Sporer diesen gesamten Aufwand und sichert sich einzigartige Wettbewerbsvorteile. „Wir ermöglichen es unseren Kunden, Cobots und Medizinroboter in weniger als 5 Monaten zu entwickeln, die ISO 10218 und ISO/TS 15066 bis zu 4-mal schneller umzusetzen und die Time-to-Market zu halbieren. Dadurch lassen sich Entwicklungs- und Zertifizierungskosten in 7-stelliger Höhe einsparen", so Sporer.

Eindrucksvolles Beispiel: der KI-Assistenzroboter des DLR
Dass diese Wettbewerbsvorteile keine leeren Versprechungen sind, hat das Unternehmen in Kooperation mit dem DLR bereits in der Praxis bewiesen.
Mit Hilfe von SensoJoints konnten die DLR Forscher in Rekordzeit aus einem Forschungsprototypen einen produktfähigen, mobilen Assistenzroboter aufbauen, der mobilitätseingeschränkte Personen bei der Ausführung diverser Aufgaben unterstützt.

Der DLR Roboter basiert auf einem Elektrorollstuhl, welcher um einen sensitiven Roboterarm und eine KI-gestützte Steuerung erweitert wurde. Der Roboter unterstützt mobilitätseingeschränkte Personen beispielsweise beim Trinken oder durch Anreichen von Gegenständen. Die Nutzenden steuern Rollstuhl und Roboterarm dabei per Joystick, müssen aber lediglich mit einfachsten Joystick-Kommandos eine ungefähre Richtung vorgeben – die KI erkennt die Intention und passt alle Bewegungen des Systems automatisch an.

Überwacht wird dieser teilautonome Betrieb durch ein modernes Bildverarbeitungssystem. Für den Roboterarm ist auch ein (überwachter) autonomer Betrieb möglich. Aufgaben wie das Greifen von Objekten werden dann auf Sprachbefehl automatisch ausgeführt, wodurch sich das System auch von außerhalb des Rollstuhls steuern lässt.

SensoJoints ermöglichen die Ausführung komplexer Aufgaben
Da der Roboterarm im direkten Umfeld des Nutzenden arbeitet und bei vielen Aufgaben sogar mit diesem interagiert, war die zuverlässige Einhaltung höchster Sicherheitslevels eine unabdingbare Voraussetzung. Auch die Anforderungen an die Roboterkinematik und Regelbarkeit waren sehr hoch, weshalb ein Roboterarm auf Basis von SensoJoints designt wurde. Diese garantieren eine sichere und feinfühlige Bewegungsausführung bei der Interaktion von Mensch und Roboter. Dank dieser hochmodernen Sensorik und KI-gestützter Steuerung kann die Lebensqualität mobilitätseingeschränkter Menschen enorm verbessert werden.

Entwicklungszeit: wenige Monate
„Auch bei diesem Projekt war die kurze Entwicklungszeit des Roboterarmes bemerkenswert", so Norbert Sporer. „Allein der Zertifizierungsprozess für eine selbst entwickelte Antriebslösung hätte sonst vermutlich mehrere Jahre beansprucht." Der Sensodrive Geschäftsführer ist sichtlich stolz auf sein Produkt, das unter anderem mit dem Innovationspreis Bayern 2024 ausgezeichnet wurde. „Gerade im Pflegebereich sind Kosteneinsparungen unumgänglich – und mit unseren SensoJoints bieten wir Medizintechnikunternehmen einen Gamechanger für den Weg dorthin – weil wir einbaufertige Antriebsmodule bieten, die eine Plug-and-Play-Integration ohne zusätzliche Sicherheitszertifizierung ermöglichen."

Vollumfängliche Zertifizierung nach allen in der Medizinrobotik relevanten Sicherheitsnormen.
Bei Medizinrobotern ist nicht nur höchste Präzision, sondern vor allem auch maximale Sicherheit unerlässlich. Deshalb erfüllen die SensoJoint Komplettantriebe dank umfangreicher Sicherheitsfunktionen alle Anforderungen des Sicherheitsintegritätslevels SIL3/PLe. Die einbaufertigen Komplettantriebe sind bereits voll sicherheitszertifiziert nach IEC 61508, IEC 62061, ISO 13849 sowie IEC 61800-5-2 und ermöglichen bei der Umsetzung von ISO 10218, ISO/TS 15066, EN ISO 12100 und EN 60204-1 signifikante Zeit- und Kosten-Einsparungen gegenüber der Entwicklung eigener Lösungen. „Die Hersteller von Medizin- und Assistenzrobotern können sich ab sofort voll auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren", so Norbert Sporer. „Wir liefern die optimale applikationsspezifische Kinematik und Antriebstechnik."

* Text freigegeben durch DLR